§ 37 SGB V - Häusliche Krankenpflege

 

Versicherte erhalten in ihrem Haushalt oder ihrer Familie neben der ärztlichen Therapie häusliche Krankenpflege durch geeignete Pflegekräfte, wenn Krankenhauspflege geboten, aber nicht ausführbar ist, oder wenn sie durch die häusliche Krankenpflege vermieden oder verkürzt werden kann. Die häusliche Krankenpflege umfasst die im Einzelfall erforderliche Grund- und Behandlungspflege sowie hauswirtschaftliche Versorgung. Der Anspruch besteht nur 28 Tage je Krankheitsfall, kann jedoch in begründeten Ausnahmefällen und nach Prüfung durch den Medizinischen Dienst für einen längeren Zeitraum bewilligt werden.

Im weiteren erhalten Versicherte häusliche Krankenpflege in ihrem Haushalt, wenn sie zur Sicherstellung des Ziels der ärztlichen Behandlung erforderlich ist. In allen Fällen ist eine ärztliche Verordnung für Häusliche Krankenpflege erforderlich. Sie erfolgt in der Regel als Erstverordnung für 14 Tage, in Einzelleistungen bis zu drei Wochen. Ist eine weitere Therapie oder Versorgung erforderlich, ist drei Tage vor Ablauf der Erstverordnung eine Folgeverordnung beim Kostenträger vorzulegen.

Der Anspruch auf häusliche Krankenpflege besteht nur, soweit eine im Haushalt lebende Person den Kranken in dem erforderlichen Umfang nicht pflegen und versorgen kann. Einzelne Leistungen nach den Absätzen 2 und 3 sind nach Eintritt von Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflegeversicherungs- gesetzes SGB XI nicht zulässig.